Was ist der Unterschied zwischen der
"Titanic" und der "Hadforth Bounty"? Letztere jedenfalls geht nicht unter in dem turbulenten, mit allen Wassern der Komödie gewaschenen, aber
auch gleichzeitig düsteren, hintersinnigen Stück des englischen Erfolgsautors Alan Ayckbourn von 1981, auch wenn es mehrfach ganz danach aussieht.
Mit ihr soll auch nicht der Atlantik überquert, sondern lediglich
eine erholsame mehrtägige Flussfahrt auf dem 'Orb' mitten durch die idyllische englische Landschaft unternommen werden. Leider
lauften die Dinge nicht ganz so reibungslos, wie Keith, der selbsternannte Kapitän es gerne hätte.
Von Beginn an findet
seine Gattin June sowohl das Boot als auch ihn unerträglich. Auch sein Freund und Geschäftspartner Alistair unterstützt Ihn nur wenig, als sie
erfahren, dass in ihrer Londoner Firma ein Streik droht.
Als dann auch noch Vince der sich von den Urlaubern flussaufwärts mitnehmen läßt, nachdem er den auf einer Sandbank
festsitzenden Kahn wieder flottgemacht hat, zum Kapitän gewählt wird, reicht es ihm endgültig. Angewidert verlässt er die 'Bounty'.
Von da an zeigt der zunächst liebenswürdige Vince ein anderes Gesicht und fängt - unterstützt von seiner geheimnisvollen,
attraktiven Begleiterin Fleur an, seine "Mannschaft" zu drangsalieren und terrorisieren, bis schließlich Alistair und seine
gleichermaßen sanftmütige Frau Euima dem wilden Treiben entschlossen entgegentreten.
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